
MoMoTo – Die Reise des goldenen Tanks
Die MoMoTo ist eine MOfa und MOped TOur, die alle 2 Jahre stattfindet. Gefahren wird ausschließlich mit 50ccm 2-Takt Maschinen mit „kleinem“ Versicherungskennzeichen. Egal ob mit originalem Scheunenfund-Mofa, restaurierten Jugendmoped oder beliebten Ostblech-Roller, jeder ist willkommen. Seit 2015 ist die Tour ein fester Bestandteil der deutschen 2-Takt Szene.
Wofür steht die MoMoTo?
In erster Linie verbindet die Tour Menschen mit Leidenschaft zu alten, langsamen und erhaltenswerten Zweirädern. Aktuell kann die Anzahl der 2-Takt Clubs in Deutschland auf über 200 geschätzt werden. Die MoMoTo hat es sich zur Aufgabe gemacht, für eben diese Clubs Brücken zu schlagen. Das Fahren, Spaß an der Sache und die Gemeinschaft stehen dabei immer an erster Stelle.
Wie funktioniert die MoMoTo?
Die MoMoTo ist wie ein Staffellauf. Der grobe Routenverlauf wird im Vorfeld durch ein 50-köpfiges Planungskomitee ausgearbeitet, wobei der Start beispielsweise in Süddeutschland und das finale Ziel in Norddeutschland liegt. Die Tour schlängelt sich dann von Mofa Club zu Mofa Club – sprich von Etappe zu Etappe. Jeden Tag wird eine Strecke zwischen 50 und 120 km bewältigt. Im Vorfeld sind jeweils nur die Zwischenstopps bei den örtlichen Mofa Clubs bekannt. Die einzelnen Etappenrouten, werden durch die jeweiligen Clubs ausgearbeitet und nicht veröffentlicht. Dadurch wird jeder Tag zu einem neuen Abenteuer. Zudem wird die Fahrergruppe täglich neu gemischt. Neue Clubs, Tagesfahrer, kurzfristige Begleiter oder „Durchfahrer“ welche die ganze Tour bezwingen wollen. Die Tour lebt von den unzähligen Begleitern und der dadurch wachsenden Community.
Immer mit dabei “der goldene Tank”, der als Staffelstab fungiert und jeden Abend an den nächsten Etappenclub überreicht wird. Das Ziel ist es, gemeinsam den goldenen Tank ans Ziel zu befördern. Die Streckenlänge der MoMoTo beträgt insgesamt ca. 2300 km und dauert, auf Grund der geringen Endgeschwindigkeit, ca. 30 Tage. Gefahren wird bei jedem Wetter. Jede Panne wird, wenn möglich, unterwegs behoben.
„Gemeinsam fahren, die Freiheit spüren und das Abenteuer erleben. Kilometer für Kilometer mit Gleichgesinnten auf der Straße – immer den Horizont vor Augen. Ausbrechen aus dem Alltag und Gutes dabei vollbringen.“
Der Clou
Die MoMoTo steht seit der Erstauflage 2015 auch für Wohltätigkeit. Die Tour ist nicht nur ein Staffel-, sondern auch eine Art Spendenlauf. Jeder Club, der eine Tagesetappe austrägt, betreut und organisiert eine lokale Spendenaktion. Im Fokus stehen dabei Hilfsorganisationen, die Kinder betreuen, fördern oder deren Familien unterstützen. Der Grundgedanke ist, die Spenden dort zu sammeln, wo sie auch benötigt werden. So ergeben sich auf einer durchschnittlichen MoMoTo ca. 30 verschiedene Spendenziele quer durch die Republik.
Die Summen der einzelnen Spenden werden nicht genannt, um keinen Wettbewerb zu generieren. Bei den täglichen Tankübergaben wird lediglich das Ziel der Spende namentlich genannt. Am Ende der MoMoTo wird das Spendenergebnis der gesamten Tour veröffentlicht. So konnten zum Beispiel im Jahr 2024 unglaubliche 48.000 € für insgesamt 30 Einzelspendenziele gesammelt werden.
Trotz diesem wahnsinnigen Ergebnis sind sich die MoMoTo Veranstalter (und das sind im Grunde alle Clubs) einig: Es geht um das Fahren und die Gemeinschaft. Die Spenden sind „nur“ ein positiver Nebeneffekt und sollen niemals über der Sache und dem Grundgedanken der Tour stehen.
Die Sache mit den Bäumen
Auch beschäftigt sich die MoMoTo mit dem Thema Nachhaltigkeit. Man könnte sagen, dass das Fahren von kleinen 2-Takt-Verbrennern nicht ganz dem aktuellen Klimabewusstsein entspricht. Jedoch ist die Pflege und der Erhalt alter Fahrzeuge ein Kontrast zur aktuellen Wegwerfgesellschaft.
Zudem sorgen die Mofa Clubs noch vor der Tour für den Ausgleich ihres Co²-Fußabdrucks.
Für jede gefahrene Tagesetappe wird ein eigener Baum gepflanzt. Dazu wurde 2024 eigens eine Baumallee in der Gemeinde Ahlerstedt (Landkreis Stade) angelegt. Aktuell stehen dort rund 50 Bäume. Ein weiterer Ausbau der Allee für zukünftige Touren ist bereits geplant.
Die Bäume werden in Zusammenarbeit mit Trees 4 Bees gekauft und eingepflanzt. Die Anschaffungskosten werden durch die Mofa-Clubs und durch Spenden getragen. Der Baumbestand sowie der geplante Ausbau werden durch die Gemeinde Ahlerstedt betreut und gepflegt.
Natürlich ist die MoMoTo-Allee ein sehenswerter Zwischenstopp auf den zukünftigen Touren!
